Hetze und zu wenig Zeit? Wie du in 4 Schritten mehr Zeit gewinnst!

Hetze und zu wenig Zeit? Wie du in 4 Schritten mehr Zeit gewinnst!

Familie, Job und Haushalt können schnell zu einem „Bermuda-Dreieck“ der täglichen Verpflichtungen werden. Es gibt so viel zu tun! Und es kann nicht alles gleichzeitig getan werden.

Die Zeit rinnt uns durch die Finger …

Einer der größten Belastungsfaktoren für Eltern ist der Mangel an Zeit. Dabei hat ein Tag heute genauso wie noch vor 5, 10 oder 20 Jahren exakt 24 Stunden. Woher kommt also dieses Gefühl der steigenden Hektik? Warum fällt es uns zunehmend schwerer allen Verpflichtungen gerecht zu werden?
In diesem Artikel möchten wir dir 4 konkrete Schritte an die Hand geben, wie du deine Zeit im Familienalltag besser managen kannst. So bleibt auch genügend Zeit für dich übrig – versprochen!

Wie bereits erwähnt, jeder Tag hat aufs Neue 24 Stunden, oder 1440 Minuten oder 84 400 Sekunden. Das Entscheidende ist, wie wir mit unserer Zeit umgehen. Wie wir sie organisieren! Besonders wichtig für ein gutes Zeitmanagement ist, dass wir:
• überprüfen, wo unsere Zeit bleibt,
• uns Zeit zum Planen unserer Aufgaben nehmen
• uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren und Unwichtiges nachdrücklich ausgrenzen
• Arbeiten rationell erledigen und unnötige Arbeiten vermeiden
• uns vor Zeitdieben in Acht nehmen
Mit einem guten Zeitmanagement entgehen wir der Hetze und dem Stress und können unsere Aufgaben gelassen angehen.

 

Schritt 1: Analyse

Am Anfang verschaffen wir uns einen Überblick. Diese IST-Analyse hilft beim Einstieg zum bewussteren Umgang mit der Zeit und spürt Zeitdiebe gezielt auf. Hierzu empfiehlt es sich zunächst alle fixen Termine in einen Wochenplan (Vorlage siehe Bild) einzutragen. An diesen Zeitblöcken ist – zumindest kurzfristig – nichts zu ändern. Mit dieser Zeit können wir nicht rechnen, sondern nur mit der „Restzeit“.

Sind alle Fixtermine im Kalender markiert (hierzu eignet sich am besten eine dunkle Farbe) gehen wir einen Schritt weiter und halten auf einem Blatt Papier fest, mit welchen Aufgaben und Verpflichtungen wir uns täglich bzw. regelmäßig beschäftigen. Z. B. Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen, Gartenarbeit, Hobbies, Fitnessstudio, Elternabend, Hobbies der Kinder etc.

 

Schritt 2: Aufgabenliste reflektieren und ggf. entrümpeln

Überprüfe bitte regelmäßig, welche der aufgelisteten Aufgaben du tatsächlich übernehmen willst bzw. musst und von welchen du dich auch trennen könntest. Nimm diesen Punkt bitte sehr ernst. Häufig sind es Gewohnheiten und „eingefahrene“ Aufgaben, die wir als wichtig ansehen. Es sind kleine Glaubenssätze nach dem Motto: „Das habe ich schon immer so gemacht!“. Es ist wichtiger regelmäßig zu hinterfragen, WAS wir tun, als das, was wir NICHT tun! Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hausputz. Ist die aktuelle Häufigkeit wirklich notwendig oder ist sie eine Sache, die du dir irgendwann mal auferlegt hast. Passe diese Aufgaben an ggf. veränderte Rahmenbedingungen an. Am Anfang wird es dir vielleicht schwer fallen dich von diesen Gewohnheiten zu trennen. Du wirst jedoch schnell merken, dass du so am effektivsten Zeit gewinnen kannst.

Hierzu eine kleine Geschichte aus dem Nähkästchen.
Uns ging es genauso! Vor der Geburt unserer Tochter haben wir 4-5 mal die Woche Sport getrieben. Eine gewisse Zeit lang haben wir versucht dieses Pensum trotz der veränderten Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten. Frust und Demotivation waren die Folge. Seit wir die Trainingshäufigkeit an die veränderte Situation angepasst haben geht es uns, trotz weniger Training besser.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ein Engagement im Sportverein oder in der KiTa ist für die Gemeinschaft sehr wertvoll. Doch nur, wenn es dir gut geht und du ausreichend Zeit zum Ausgleich hast, kannst du diese Aufgaben auch mit Herzblut ausfüllen. Hier kann ein positiver Egoismus sehr hilfreich sein. Lerne auch mal „Nein!“ zu sagen.

 

Schritt 3: richtig Planen

Jetzt denkst du vielleicht: „Ich habe doch schon so wenig Zeit und jetzt soll ich mir auch noch Zeit zum Planen nehmen?“ Die Antwort ist ein klares „JA!“.

Hierzu erneut eine kleine Geschichte 😉
Ein Mann arbeitete regelmäßig im Wald und seine Aufgabe war es Bäume zu fällen. Hierzu nutzte er eine Säge. Er arbeitete wie ein Besessener. Dadurch, dass die Säge mit der Zeit stumpfer wurde musste er länger arbeiten, um die gleiche Anzahl an Bäumen zu fällen. Von einem vorbeispazierenden Beobachter bekam der den Tipp, dass er seine Säge doch zwischendurch mal schärfen solle. „Nein, nein“, war die Antwort des Baumfällers , „dazu habe ich keine Zeit!“

Diese kurze Anekdote zeigt, dass es sehr wertvoll sein kann, dass wir uns hin und wieder Zeit nehmen und unsere Aufgaben reflektieren bzw. organisieren.
Nimm jetzt nochmal deinen Wochenplan zur Hand und blocke dir Zeiten, in denen du oder ihr Zeit für euch haben möchtet. Plant diese „Quality-Time“ als festen Termin ein und verteidigt ihn hartnäckig. Sprich dich mit deinem Partner ab. Wann, darf wer mal ausspannen. Sich gegenseitig zu entlasten ist für alle Beteiligten eine echte Energie-Tankstelle.

Außerdem kannst du deine Kinder bei verschiedenen Aufgaben mit einplanen. Macht aus dem Unkrautjäten im Garten ein Spiel. Oder binde deine Kinder frühzeitig in die Arbeiten in der Küche mit ein. Durch das Zubereiten der eigenen Mahlzeiten bekommen sie ein besseres Bewusstsein für Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung.

 

Schritt 4: Aufschieben vermeiden

Ja, jeder kennt sie. Ungeliebte Aufgaben, die wir erfolgreich vor uns herschieben. Für den einen ist es Bügeln, für den anderen die Steuererklärung. Bevor du in die so genannte „Aufschieberitis“ verfällst nutze die Energie lieber produktiv und bringe die Aufgabe schnell hinter dich. Denn es sind die Aufgaben, die wir nicht machen und uns ständig beschäftigen, die uns Zeit und Energie rauben. Dabei können dir folgende Tipps helfen.
• Setze dir einen Termin für die Aufgabe und halte ihn ein. Mach‘ dir klar, dass weiteres Aufschieben den Widerwillen nur noch vergrößert
• Zerlege umfangreiche Aufgaben in kleine Teilaufgaben und plane Auszeiten/Pausen ein
• Schaffe Ablenkungen aus dem Weg. Je unangenehmer eine Aufgabe ist, desto leichter lassen wir uns ablenken.
• Setze dir selbst eine Prämie für die Beendigung der Aufgabe aus.

Belohne dich!

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